Vorstellung und Fragen

Das Forum für Tin Whistle Anfänger. Habt ihr Fragen? Ist etwas unklar? Dann seid ihr in diesem Forum genau richtig.
diacono
Beiträge: 5
Registriert: So Okt 14, 2018 10:46 am

Vorstellung und Fragen

Beitragvon diacono » Mi Okt 24, 2018 11:32 am

Liebe Whistlerinnen und Whistler,

da ich hier im Forum neu bin, stelle ich mich gerne kurz vor.
Ich heiße Klaus, 57 Jahre jung, und komme aus NRW, RheinKreisNeuss.
Vor ca. drei Wochen bin ich unter die Whistler gegangen und komme mittlerweile von diesem schönen und faszinierenden Instrument nicht mehr los.
Ich gehöre seit einiger Zeit zu einer Dudelsackgruppe, weil ich gerne dieses Instrument lernen möchte. Ich spiele seit meiner Jugend Trompete und seit vielen Jahren Alphorn.
Bei meinem ersten Treffen mit der Dudelsackgruppe packte plötzlich ein Trommler seine Whistle aus und spielte eine Strophe "Amazing Grace", bevor dann die Dudelsäcke einsetzten. Den Abschluss bildete ebenfalls eine Strophe auf der Tin-Whistle. Sofort habe ich mir dieses Instrument gemerkt und im Internet eine matt-silberne Clark der Edition 200 besorgt und sofort losgelegt. Zum Üben habe ich mir den Workshop I von Andreas Joseph besorgt.
Zuerst einmal habe ich ohne CD losgelegt und es klappte ganz gut. Da ich Noten lesen kann, waren die ersten Lieder keine Problem. Da ich sonst viel Alphorn spiele, muss ich nur aufpassen, dass ich nicht zu doll in die Whistle blase. Auch stört mich oft an der rechten Hand der kleine Finger, weil ich ihn beim Practice-Chanter des Dudelsacks brauche und jetzt nicht, aber daran habe ich mich schnell gewöhnt.
Der erste Frust kam beim Spielen mit CD. Die ersten Stücke klappten wunderbar, aber wenn es schneller wird, komme ich nicht mehr mit. So z.B. bei Stück 10, Kaithie Bairdie. Sehr schön, aber viel zu schnell. Selbst ohne CD schaffe ich es nur sehr viel langsamer.
Hier nun meine erste Frage: welche Übungen kann amn machen, um das schnelle Fingerspiel zu trainieren?
Meine zweite Frage lautet: gibt es im RheinKreisNeuss, oder im Raum Düsseldor/Köln Whistler, mit denen ich mich austauschen und evtl. zusammen spielen könnte? Ich habe es sowohl bei Spielen mit dem Alphorn, als auch mit dem Dudelsack erfahren: zusammen kommt man schneller voran, es schleichen sich keine Fehler ein und es macht mehr Spaß.
Hier in der Nähe finde ich auch keine Workshops, oder Kurse. Weiß hier einer Bescheid?
Ich freue mich auf den regen Austausch hier im Forum, dann fühlt man sich ganz so allein.

liebe Grüße aus dem Rheinland

Klaus

Fila
Beiträge: 371
Registriert: Fr Feb 13, 2004 7:16 am

Re: Vorstellung und Fragen

Beitragvon Fila » Sa Okt 27, 2018 8:08 pm

Hallo,

klasse, dass du so viel Spaß mit der Tin Whistle hast.

Am Anfang ist ein schnelleres Tempo immer ein großes Problem. Das braucht Zeit. Du spielst ja erst seit ganz kurzer Zeit. Zunächst immer sehr langsam üben und das Tempo von Tag zu Tag allmählich immer etwas steigern.. Dann wird es mit der Zeit immer besser und flüssiger. Mitunter dauert es ein paar Wochen, bis Du das Endtempo des Tunes erreichst. Spezielle Übungen bedarf es hierfür eigentlich nicht. Spiele zwischendurch immer mal wieder die Songs, die du bereits ganz gut kannst. Das festigt deine Fähigkeiten. Bleibe geduldig und lass dir den Spaß nicht nehmen, wenn mal etwas nicht so schnell funktioniert, wie du gerne hättest.

Die Frage nach Mitspielern oder Unterricht in Deiner Region würde ich einmal unter "Workshops" hier im Forum posten.

Frage doch auch einmal bei Eurer städtischen Musikschule nach, ob es dort auch Tin Whistler gibt. Vielleicht findest du auf diesem Weg nette Leute zum Mitspielen.

Liebe Grüße und weiterhin viel Spaß wünscht Dir

Fila

whistleman
Beiträge: 180
Registriert: Sa Apr 17, 2004 5:03 pm

Re: Vorstellung und Fragen

Beitragvon whistleman » So Okt 28, 2018 6:49 am

Hallo,

bei mir war es genau so: mir ging alles nicht schnell genug. Da hilft leider wirklich nur viel Übung und Geduld.

Achte beim Üben darauf, dass du die schwierigeren Stücke zunächst ganz langsam un kontrollierst spielen kannst, bevor du sie dann peu a peu versuchst im weiter im Tempo steigerst. Mir hat es auch sehr geholfen immer nur ca. 10 bis 15 Minunten, dafür aber mehrmals am Tag zu üben. Dann kann sich das neu Gelernte besser festigen.

Was auch etwas bringt ist es, nur ganz kurze Abschnitte von vielleicht 2 Takten zu bilden und diese dann separat ganz häufig hintereinander über einige Minuten zu üben und ganz langsam im Tempo zu steigern. So ein Prozess zieht sich über einen längeren Zeitraum, bis man alle gewünschten Tunes im Originaltempo spielen kann.

Viele Grüße

whistleman

antonia
Beiträge: 70
Registriert: So Apr 24, 2011 9:25 pm

Re: Vorstellung und Fragen

Beitragvon antonia » So Okt 28, 2018 7:47 am

Hallo,

ich über immer viele Tonleitern und Dreiklänge, um die Beweglichkeit und Schnelligkeit der Finger zu steigern.

Ich habe mit dem D angefangen (D-Dur Tomleiter), rauf gespielt bis zum oberen D und wieder zurück. ( Fingersatz: 6 5 4 3 2 1 0 6 - 6 0 1 2 3 4 5 6) Immer und immer wieder. Das auch weiter über 2 Oktaven bis D''' erweitert. Und das Tempo langsam immer weiter erhöht. Mir hat das viel gebracht.

Das gleiche habe ich mit gebrochenen Dreiklängen gemacht D Fis A D'' (Fingersatz: 6 4 2 6) und wieder zurück (6 2 4 6). Das ist z.B der D-Dur Dreiklang.

Und auch mit verschiedenen anderen Dreiklängen. Immer erst rauf, dann wieder vom obersten Ton runter.

Hier eine Liste von Dreiklängen:

D Fis A D (6 4 2 6 - 6 2 4 6) D-Dur
E G A E'', (5 3 1 5 - 5 1 3 5) E-Moll
Fis A Cis Fis, (4 2 0 4 - 4 0 2 4) Fis - Moll
G H D G, (3 1 6 3 - 3 6 1 3) G-Dur
A Cis E A (2 0 5 2 - 5 2 9 2) A-Dur
H D Fis H. (1 6 4 1 - 1 4 6 1) H-Moll

Viele Grüße

antonia

kurti
Beiträge: 16
Registriert: Mo Aug 31, 2015 5:42 pm

Re: Vorstellung und Fragen

Beitragvon kurti » So Okt 28, 2018 8:06 am

Hallo Klaus,

das Problem mit der Geschwindigkeit kenne ich auch zur Genüge. Ich habe für mich festgestellt: Das braucht einfach Zeit. Bei vielen Stücken glaubte ich, dass ich die nie im schnellen Tempo raffen würde. Im Nachhinein kann ich sagen: es brauchte einfach Zeit, Übung und viel, viel Geduld.

Ich habe mir immer die schwierigsten Passagen rausgesucht und diese zunächst im "Schneckentempo" ganz, ganz langsam gespielt. Nach Wochen, teilweise aber auch erst nach Monaten war dann das Tempo auf einmal gar kein Problem mehr, da alle Griffe so richtig gut "gesessen" haben. Mein Tipp: Genieße die Lieder, die Du schon gut spielen kannst und lass es mit den Dingen, die noch nicht so gut klappen, langsam angehen. Mein Motto ist da immer "Don't worry, be happy".

Musikalische Grüße
kurti

diacono
Beiträge: 5
Registriert: So Okt 14, 2018 10:46 am

Re: Vorstellung und Fragen

Beitragvon diacono » So Okt 28, 2018 12:38 pm

Hallo zusammen,

Danke, dass doch einige geantwortet haben.
Eure Antworten und Ratschläge machen mir doch viel Mut und zeigen, dass ich auf dem richtigen Weg bin.
Tonleitern und Dreiklänge rauf und runter üben ist zwar nicht sehr spannend, aber doch der richtige Weg. So war es ja auch beim Trompetenunterricht in meiner Jugend.
Eine gute Idee ist auch, die schweren Passagen immer wieder langsam zu üben, vielleicht mehrmals am Tag.
Mit der Whistle hat man ja schnell die ersten Erfolge und wird dann vielleicht etwas ungeduldig, wenn es nicht so voran geht, wie man es sich vorstellt.
Ich spiele gerne aus dem Workshop 1 mit CD die langsamen Stücke, wie "Loch Lomond" , wo ich im August gewesen bin, "Sallys Garden" und "Danny Boy". Es ist schon eine Freude, wenn es Spaß macht und immer besser klappt.

Ich habe aber noch eine Frage zu den Whistlen selber. Meine erste Whistle, die ich mir vor drei Wochen gekauft habe ist eine Clarke, in silbern, Edition 200. Das Schöne ist für mich, dass man den Holzpflock direkt an den Lippen spürt und so eine direktere Verbindung zum Instrument erlebt. Ich bin aber nicht sicher, ob das für Anfänger das Richtige ist. Wenn ich eine Weile gespielt habe, besonders in der höheren Lage, komme ich schlecht wieder in die untere Lage, dann klingt es schwach und leise und ich habe den Eindruck, dass die Luft irgendwie "vorbei rauscht". Ich habe mir dann eine einfache Sweetone von Clarke besorgt. Die gilt ja wohl als etwas popelig, aber mit dem Kunststoffmundstück komme ich beim längeren Spielen besser klar. Wie seht Ihr das, gibt es da generell Unterschiede zwischen Whistlen mit und ohne Kunststoffmundstück?
Ich freue mich auf einen interessanten Austausch. Wenn man schon mutterseelenallein Zuhause spielt tut es schon gut, sich wenigstens in einem Forum mitzuteilen. Vielen Dank dafür.

Herzliche Whistlegrüße aus dem Rheinland

Klaus

whistleman
Beiträge: 180
Registriert: Sa Apr 17, 2004 5:03 pm

Re: Vorstellung und Fragen -

Beitragvon whistleman » So Okt 28, 2018 4:24 pm

Hallo Klaus,

die Clarke mit dem Holzpflock finde ich sehr gut. Ist halt das richtige Original vom Tin Whistle Erfinder. Einziges Problem ist oft, dass der Pflock nach längerem Spielen aufquellen kann. Dann verändert sich der Klang oder sie wird sogar ganz heiser.

Da ist die Sweetone mit dem Kunststoffmundstück unkomplizierter. Ich spiele die Sweetone nach wie vor immer wieder gerne, da die Whistle sich über den kompletten Tonumfang leicht spielen lässt.

Einziger Nachteil: Da beide Clarke Whistles nicht stimmbar sind, sind sie manchmal beim Zusammenspiel mit anderen Musikern nicht optimal von der Grundstimmung.

Eine gute preisgünstige und stimmbare Whistle für Anfänger ist für mich die Dixontrad. Die klingt klarer als die Clarke Whistles und ist auch von der Spielbarkeit sehr komfortabel.

Hier ein Link für nähere Infos: https://www.tinwhistle.de/tin-whistles/ ... d-in-d.php

Viele Grüße

whistleman

peter3
Beiträge: 31
Registriert: So Jul 22, 2012 8:03 pm

Bitte an geeigneter Stelle das passende Thema suchen

Beitragvon peter3 » So Okt 28, 2018 5:38 pm

Hallo,

die meisten Fragen wurden bereits hier im Forum an andere Stelle ausführlich erörtert.

Bitte stöber einfach einfach einmal durch das Forum für Anfänger. Dort wirst Du garantiert fündig. Dauert zwar etwas, ist aber sicherlich sinnvoll.

Wenn innerhalb eines Threads das Thema mehrmals wechselt, bringt dieses den Forums-Benutzern keinerlei Nutzen. Dafür ist aber, so denke ich, jedes Forum gedacht. Bereits vorhandene Themen sollen ergänzt und weiterentwickelt werden, damit sie jedem User zukünftig von Nutzen sind.

Dafür sind natürlich in erster Linie die Administratoren des Forums zuständig. An diese habe ich die Bitte, User rechtzeitig freundlich darauf aufmerksam zu machen, wenn es vom "Hölzchen aufs Stöckchen" geht.

Generell bitte lieber einen neues Thema aufmachen als innerhalb eines Threads das Thema immer wieder zu wechseln. Oder unter Off Topic posten.

Viele Grüße

peter3

admin
Site Admin
Beiträge: 174
Registriert: Do Jan 29, 2004 9:48 pm
Kontaktdaten:

Re: Vorstellung und Fragen

Beitragvon admin » So Okt 28, 2018 5:57 pm

Hallo peter3,

vielen Dank für Deine klaren Worte. Das ist genau in unserem Sinne.

Wir werden in Zukunft stärker darauf achten und User freundlich darauf hinweisen.
Das Tinwhistle-Team

diacono
Beiträge: 5
Registriert: So Okt 14, 2018 10:46 am

Re: Vorstellung und Fragen

Beitragvon diacono » So Okt 28, 2018 7:10 pm

Hallo Peter3,

Danke für den dezenten Hinweis.
Ich bin ja noch neu hier im Forum und muss sicher noch einiges lernen.
Wenn man in Ruhe herumstöbert, denn klärt sich doch Vieles.
Trotzdem Danke für Eure guten Tipps, ich bin immer sehr für klare Worte.

eine schöne Woche euch allen

Klaus

peter3
Beiträge: 31
Registriert: So Jul 22, 2012 8:03 pm

Re: Vorstellung und Fragen

Beitragvon peter3 » So Okt 28, 2018 7:45 pm

Hallo Klaus,

vielen Dank für Dein Verständnis.

ich finde es ganz großartig, dass Du den Hinweis so toll akzeptierst.

Ich wünsche Dir weiterhin viel Spaß mit der Tin Whistle und vor allem ganz viel Erfolg.

Viele Grüße

peter3


Zurück zu „Anfänger Tin Whistle Forum“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Bing [Bot] und 7 Gäste