TE Lowwhistle in F ist eigentlich in Bb?

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der möblierte Herr
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TE Lowwhistle in F ist eigentlich in Bb?

Beitragvon der möblierte Herr » Mo Okt 14, 2013 5:32 pm

Hallo zusammen,

habe mir eine Tribal Earth Low Whistle in F bestellt und nun bin ich verwirrt: wo auch immer man im Netz sucht, wird behauptet, der tiefste Ton gebe die Tonart an, wenn also unten das F ist, sei die Whistle in F-Dur.

Nun ist die Tonreihe auf dem gelieferten Teil aber eindeutig mixolydisch, die Whistle ist also praktisch in Bb-Dur. Stört mich jetzt nicht wirklich, ist auch ganz praktisch, die untere Qarte noch mitnehmen zu können, aber falls ich noch den Ehrgeiz entwickeln sollte, mir ein Lehrbuch zu kaufen, wird es schon interessant, ob das üblich oder ein Herstellungsfehler ist. Könnt Ihr mir weiterhelfen?

antonia
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Re: TE Lowwhistle in F ist eigentlich in Bb?

Beitragvon antonia » Mo Okt 14, 2013 9:35 pm

Hallo,

wie lang ist den die Whistle? Wenn die Länge der Tribal Earth Whistle 46,7 cm beträgt, handelt es sich definitiv um eine F Whistle. Der tiefste Ton lässt sich auf dieser Whistle nur mit ganz, ganz wenig Luft spielen. Die Tonfolge ist dann auch Dur. Für Myxolydisch muss ja eigentlich die Lochung entsprechend anders sein. Das wäre in der Tat extrem eigenartig. Wenn trotz der richtigen Länge ein Bb erklingt, kann es nur daran liegen, dass der Luftdruck für den tiefsten Ton zu hoch ist oder aber ein Loch nicht richtig geschlossen ist.

Viele Grüße

antonia

der möblierte Herr
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Re: TE Lowwhistle in F ist eigentlich in Bb?

Beitragvon der möblierte Herr » Mo Okt 14, 2013 9:43 pm

Hallo Antonia,

der tiefste Ton ist schon ein F, da kann ich nicht meckern- das "Problem" ist die Sept, also das E, welches eben kein E, sonden ein Eb ist. Was die ganze Tonreihe dann zu F mixolydisch bzw. Bb-Dur macht.

LG,
Max

Lurch
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Re: TE Lowwhistle in F ist eigentlich in Bb?

Beitragvon Lurch » Di Okt 15, 2013 1:10 am

Hallo moeblierter Herr

es kommt bisweilen vor, dass eine whistle aufgrund von fabrikationsfehlern nicht stimmt. Genau dieser Fehler, naemlich ein zu tiefer Ton,wenn man alle Loecher oeffnet, ist Standard z.B. Bei den Clarke Whistles in c. da hat sich jemand verrechnet. Die Frage ist, ob du den Ton mit hohem Blasdruck ziehen kannst, so dass er stimmt. Geht das nicht, ist DAS Instrument kaum brauchbar.

Das gilt naturlich nur, wenn du dir sicher bist, dass es nicht an einem falschen Griff oder seltsamen Blasen liegt.

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Re: TE Lowwhistle in F ist eigentlich in Bb?

Beitragvon der möblierte Herr » Di Okt 15, 2013 10:22 am

Hallo Lurch,

gut, dann weiß ich bescheid, dankeschön. Brauchbar ist das Instrument m.E. trotzdem, ich muss mich nur darauf einstellen, dass der Grundton eben mittig und nicht unten ist. Insofern ist das sogar eine feine Sache, dann habe ich ja quasi ein Unikat...

LG,
Max

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slarti
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Re: TE Lowwhistle in F ist eigentlich in Bb?

Beitragvon slarti » Mi Okt 16, 2013 9:27 pm

Hallo moeblierter Herr,

Hmm, Grundton-mixo kannst Du doch standardmäßig auf jeder TW spielen, da die kl. Septime über den 'C-nat Griff' (ich denke immer in D :wink:) erreichbar ist.
D.h. auf einer F solltest Du sowieso auch in B spielen können.

Was gibt's denn beim 'Cnat' Griff? Nochmal die gr. Sexte?

Gruss,
Slarti
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If tin whistles are made of tin, what are foghorns made of?

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Re: TE Lowwhistle in F ist eigentlich in Bb?

Beitragvon der möblierte Herr » Do Okt 17, 2013 10:15 pm

gut, stimmt, aber ich bin ja noch blutiger Anfänger (eigentlich spiele ich Kontrabass), deshalb bin ich über die "normale" Diatonik noch nicht hinaus- will heißen, ich spiele eine Skala, indem ich immer ein weiteres Loch offen lasse. Insofern habe ich jetzt ein Instrument mit dem Grundton in der Mitte (in Dur). Zu Gabelgriffen etc. komme ich noch...

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Re: TE Lowwhistle in F ist eigentlich in Bb?

Beitragvon slarti » So Okt 20, 2013 1:30 pm

Verstehe. Habe selbst keine Erfahrung mit der Tribal Earth, aber über die Stimmung hört man viel Kritik.

Gruss,
Slarti
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