Whistle "verstimmt" sich beim längern Spielen?

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Musiker Lanze
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Whistle "verstimmt" sich beim längern Spielen?

Beitragvon Musiker Lanze » Do Jan 07, 2010 9:58 pm

Ich hätte da mal eine Frage was mich derzeit etwas verwundert und wo ich momentan nicht so recht weiß woran es liegen könnte.

Im Wesentlichen komme ich auf meiner Kerry Low D mittlerweile schon recht gut klar. Ich hab das mit dem unterschiedlichen Blasdruck in etwas jetzt raus damit die Töne auch stimmig sind. Auch das mit dem Greifen der Töne klappt eigentlich recht gut.

Wenn ich jetzt mal irgendein Lied spielen klingt das so die erste ein bis zwei Minuten alles ordentlich.
Während ich jetzt aber weiterspiele merke ich, dass die Töne irgendwie plötzlich nicht mehr so sauber klingen. Ich muß auch weniger Blasdruck ausüben, gerade in der untersten Oktave denn sonst reagiert die Whistle gleich sehr empfindlich. Auch klingen jetzt die Töne in der untersten Oktave eher etwas höher im Tuning als wenn ich grade angefangen habe zu spielen und irgendwie fällt es mir wesentlich schwerer mitten im Song den ich gerade begleite die Töne weiterhin so sauber zu spielen wie am Anfang des Songs (ich hab das mit dem Song "my heart will go on/Celine Dion" versucht.

Kann das daran liegen dass ich, weil noch zu ungeübt, ich zu viel in die Whistle "sabbere" und dann durch die Spucke im Mundstück und in der Flöte es zu solchen Erscheinungen kommt?

Denn wie gesagt....wenn ich die Flöte `ne Weile hab liegen lassen und spiele dann so drauf los klingt alles schön "gerade" und ich komme gut klar in den beiden Oktaven und alles klingt auch relativ sauber. Sobald ich aber `ne Weile drauf gespielt habe wir die Whistle irgendwie "empfindlich"
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whistleman
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Beitragvon whistleman » Fr Jan 08, 2010 7:12 am

Hallo,

das kann darin liegen, dass sich Kondenswasser im Mundstück bildet. Lösung: Nach jedem Song das Loch im Fenster zuhalten und kräftig durch pusten. Ansonsten kann sich eine Whistle nicht verstimmen. Möglich ist nur noch, dass die Whistle wenn sie kalt ist etwas tiefer von der Grundstimmung ist, die sich beim Spielen, wenn sich das Instrument erwärmt, etwas erhöht. Dann einfach das Kopfstück eventuell etwas ausziehen um bei der optimalen Stimmung von A = 440 Hertz zu landen.

Viele Grüße

whistleman

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Musiker Lanze
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Beitragvon Musiker Lanze » Fr Jan 08, 2010 8:17 am

Danke erst mal für die Antwort

Dachte ich es mir ja schon so in etwa. Ich glaube da werd ich noch `ne Weile ein Problem haben weil ich wahrscheinlich doch noch zu viel in die Whistle "spucke". Soll sich ja angeblich später etwas geben wenn man geübter is.
Kann man da eigentlich etwas dagegen machen, dass man so viel Speichel beim Spielen abgibt?
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Beitragvon Idoo » Mo Jan 11, 2010 3:03 pm

Hallo!

Habe das gleiche Problem wie du. Das macht mich echt wahnsinnig. Habe schon überlegt, die Low Whistle zu verkaufen und nur noch meine High D zu spielen.
Es bringt auch nicht viel, nach jedem Song die Whistle durchzupusten, da die Probleme schon während eines Liedes auftreten. Ein Lied zum Durchpusten zu unterbrechen, ist aber natürlich nicht das Wahre.
Mein zusätzliches Problem ist noch, dass ich so dünne Finger habe. Muss mich echt anstrengen und konzentrieren, dass die Löcher dann richtig bedeckt sind.

Wie lange übt ihr schon? Ich schon einige Monate, aber mache kaum Fortschritte.

Gruß
Michael

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Brigitte
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eigentlich ist es kein "sabber" :-)

Beitragvon Brigitte » Mo Jan 11, 2010 5:04 pm

Das Problem mit dem Blockieren wg. zu feuchten Spiel sollte loesbar sein.

Zuerst sollte man sehe, ob es nicht doch am Instrument liegt. Also den Windkanal gut saubermachen und auch immer wieder mal saubermachen nach einer Weile, vor allem dann, wenn es beginnt unberechenbarer zu werden.

Warme, feuchte Atemluft schlaegt sich an den kaelteren Oberflaechen ab. Je nach Material ist das mehr oder weniger stark, aber immer dann wenn das Instrument kalt ist. Bei Kunstsstoff ist das normalerweise weniger anfaellig als bei Vollmetallfloeten. Also vorher immer gut aufwaermen und nach dem Spiel eines Stueckes direkt nochmal nachpusten.

Wenn es denn dann doch "sabbern" ist, dann vor dem Spiel schonmal vermeiden zu Essen oder Getraenke zu trinken, die den Speichelfluss erhoehen.... schwarzer Tee oder ein trockener Rotwein machen den Mund eher trocken.

Die Floete so halten, dass das Wasser nicht gegen die Schwerkraft ankommen muss, also mit der Rohroeffnung nach unten und nicht waagerecht oder aufwaerts halten.

Wenn man reinblaest, dann mit Intention, jedes Windinstrument hat einen gewissen Druch mit dem es gespielt werden will, wenn ich darunter liege und der Luftstrom zu langsam ist, dann bleibt mehr haengen als, wenn ich so kraeftig spiele, wie das Instrument gespielt werden will. Mit genuegend Luftstrom blaest sich die Whistle normalerweise waehrend des Spieles konstant frei.

Dann viel Spass weiterhin
Brigitte
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Beitragvon Idoo » Di Jan 12, 2010 3:28 pm

Hallo Brigitte,

vielen Dank für deine Tipps. Wie und wie lange wärmst du deine Low auf? Ich puste ein paar Mal rein. Merke schon, wenn ich sie in die Hand nehme, dass sie sich ziemlich kalt anfüllt. Auch das Mundstück ist aus Metall. Ist eine Ian Lambe Low D.
Das mit dem schwarzen Tee werde ich auch mal ausprobieren.

Gruß
Michael

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Brigitte
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Beitragvon Brigitte » Di Jan 12, 2010 6:36 pm

Ich spiele nicht unbedingt Low D, wenn ich meine anfasse dann ist es meist Alt G.... nichtsdestotrotz auch die "kleine" muss ich aufwaermen, mit 2-3 mal feste reinblasen (Fenster zuhalten) das war es dann auch schon.

Bei Deiner Lambe mit dem Kunststoffblock solltest Du eigentlich wenige Probleme haben. Hast Du mal reingeschaut, wenn sie blockiert ist, wo sich das Wasser faengt? Wenn da was ist, auf jeden Fall mal den Windkanal saeubern, gut in warmen Seifenwasser/Spuelwasser einweichen und mit einem Karton evtl. durchschaben... ich weiss nicht genau, wie unempfindlich der Kunststoffblock bei einer Lambe ist und ob man da mit einem anderen Kunststoffstreifen evtl. drueberschaben kann ohne damit Kratzer auf der Oberflaeche zu hinterlassen. Alternativ einen duennen Baumwollstreifen durchschieben und dann mit Seife befeuchten und hin und herziehen, das sollte auch alles, was sich darin verfangen haben koennte, rausholen.

Hoffe das hilft.

Brigitte
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Beitragvon Idoo » Mi Jan 13, 2010 8:22 am

Hallo Brigitte,

wie ich ja schon geschrieben habe, ist meine Low komplett aus Metall. Da gibt's keinen Kunststoffblock.

Gruß
Michael

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Beitragvon Brigitte » Mi Jan 13, 2010 9:50 am

Hi Michael,
ich wusste garnicht, dass der Kunststoffblock beim den Lambe's durch einen Aluminiumblock ersetzt worden und der Kopf jetzt auch Vollmetall ist. Die wir hier haben, hat einen schwarzen Block und habe bisher auch noch keine mit Metallblock zu sehen bekommen. Wenn Du einen Metallblock drin hast, dann sollte auch das Reinigen mit einem Plastikstreifen kein Problem sein.

Gruesse
Brigitte
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Beitragvon Loki » Fr Jul 16, 2010 2:59 am

Wenn Du plötzlich WENIGER Druck brauchst, kann es daran liegen, daß Deine Lungen sich an die Belastung anpassen.
Du kriegst mit zunehmendem Spiel mehr Druck auf die Lungen, das nimmst Du am Anfang net so wahr. Da Du aber sagst, daß Du auf einmal "weniger stark" reinpusten musst, steuerst Du an der Stelle bewusst gegen.
Wenn ich mit der Vermutung richtig liege, geht das auf Dauer von alleine weg, weil Du Dich auf Dauer auch an den höheren Druck gewöhnst.


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